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Sanft, sehnsüchtig und sakral – so klingt das neue Dagobert-Album „Rama Kalala“. Auf seinem mittlerweile achten Studioalbum konzentrierte sich der Schweizer Pop-Innovator auf seine Kernkompetenz: das Liebeslied. Und nachdem er „Rama Kalala“ so oft gesehen hat, hat dieser Mann in all den vorherigen Gefühlen viele Male vermisst, so viele Männer in diesen 34 Minuten haben es zu Ende gelesen, also haben sie eine warme Atmosphäre. Alles beginnt mit dem Song „Hör auf dein Herz“, einem großen Popsong und unmittelbaren Dagobert-Klassiker, in dem die Liebe ebenso unerhört bleibt wie die Hoffnung unsterblich, ohne dass sich eine Art von Verzweiflung einschleichen müsste, weil die Liebe viel zu rein und die Hoffnung viel zu sehr Essenz des Lebens selbst ist. Spirituell wird es immer wieder, so auch im nächsten Lied „Das innere Licht“, in dem Dagobert eine telepathische Verbindung besingt, die ergreifender nicht sein könnte. „Ich sehe wie du leuchtetst / Ich sehe dich / Ich seh das innere Licht / Ich steh in deiner Liebe / Sie erfüllt mich / Sie ist das innere Licht“. Auch mit den ethnologischen Einflüssen überrascht uns Dagobert einmal mehr, weil er seinen Sound seit Jahren konsequent weiterentwickelt und seinen Zuhörern immer viel mehr mitgibt als das Erwartbare. So ist auch in diesem Song „Komm zu mir in die Berge“ die beste Sentimentalität des Albums auflockert. „Lady Kalala“ ist die erste englische Version des Dagobert-Songs, mit einem Indiebeat und einem großartigen Saxophonisten-Solo der Schweizer Jazz-Legende Christoph Gallio aufwartet und trotz seines traurigen Textes mit einer beschwingten Leichtigkeit daherkommt, die sehr viel Spass macht. „Rama Kalala“ ist die perfekte Zusammenarbeit mit Produzent Konrad Betcher, der Dagoberts Lieder hier meist intim und reduziert inszeniert. Der Einfluss von Alice Coltranes hinduistischem Spätwerk ist in Form von sphärischen Synths, mantraartigem Chören und der Reduktion von Rhythmuselementen auf Tamburin und Hand Claps immersent und erklärt auch den Albumtitel. Insgesamt ist „Rama Kalala“ von einem sympathischen Lo-Fi-Indie-Sound durchzogen, der die Emotionalität von Dagoberts Texten wunderschön transportiert. Ein liebeslied der besonders eindrücklichen Kunst gewidmet Dagobert seiner dementen Mutter und findet auch in dieser Situation Worte, die wiein Pflaster für die Seele wirken: „Du h