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Lucia Joyce, Tochter von James Joyce, war eine revolutionäre Tänzerin und eine der ersten europäischen Interpretinnen des Performance-Gedankens, wie wir ihn heute verstehen. Mit achtundzwanzig Jahren wurde sie von ihrer Familie interniert. In einem Haus, in dem nur ein einziger Künstler Platz fand, aus dem Sanatorium, schafft Lucia weiterhin: Gemälde, Gedichte, dokumentierte Choreografien. Alles wird von der Familie zerstört. Übrig bleibt nur ein Tagebuch – traumhafte Bilder, gebrochene Schrift –, das zu einem der brutalsten Zeugnisse über den Zustand von Frauen in psychiatrischen Anstalten in den 1930er Jahren wird. Lucia ist die Fortsetzung des Kurzfilms „Lucia, mein Licht“ von Maria Benz. Auf der Bühne folgt der Körper des Interpreten dem Live-Rhythmus seines eigenen Atems und Herzschlags: ein Klangdrama, das aus dem Inneren entsteht, wo ihm die Worte genommen wurden.