Information
ein Bluemotion-Projekt Konzeption, Regie, Dramaturgie, Szenen Giorgina Pi mit Sylvia De Fanti, Alexia Sarantopoulou nach Texten von Maria Zambrano, Maria Luisa Spaziani, Niki Rebecca Papagheorghiou Klangumgebung Collettivo Angelo Mai Musik Valerio Vigliar Klangpflege Cristiano De Fabritiis Licht Andrea Gallo Kostümberatung Sandra Cardini Literaturberatung Elisabetta Garieri, Evanghelia Stead, Nana Papagheorghiou Übersetzungen aus dem Griechischen Elisabetta Garieri (Hrsg. Argolibri), Alexia Sarantopoulou Werkbegleitung Benedetta Boggio Produktion Bluemotion/Angelo Mai mit Unterstützung von Olinda Onlus Ein Forschungsprojekt zum Thema Träume und ihre schöpferische Kraft. Eine Untersuchung der Beziehung zwischen der Traumwelt und dem Schreiben, die durch den Körper geht, der Ton und Bilder erzeugt. Zugleich eine Hingabe an unerfüllte Träume, an schläfrige Vorahnungen, an Konstellationen, die nur zwischen Tag und Nacht abgeschlossen sind. Die erste Spur des Projekts ist das Buch „The Creative Dream“ der spanischen Philosophin Maria Zambrano (1904-1991), in dem der Traum und seine Sprache den Leitfaden bilden. In diesem Werk leiten Träume die Worte und zwingen sie, sich ihren Pflichten zu stellen: Zeit, Wahrheit, persönliche und soziale Masken. Zambrano lässt Poesie und Philosophie zusammenleben, ohne Risse zu schaffen, als ob der Traum von Natur aus diese Koexistenz beinhaltete. So entsteht die Poesie von Maria Luisa Spaziani (1922-2014), der zweite Titel unseres Werks, der in seinen glühenden Versen einen versunkenen Dialog mit Zambrano beginnt, eingetaucht in die geheimnisvolle Phosphoreszenz des poetischen Blicks. Die Erkundung von Zambranos Traumwelt ist ein Tauchgang in das Unbewusste, das in den Werken zweier Dichter zum Leben erwacht. Die Verse wirken wie Tagebuchreflexionen über unauslöschliche Träume, die durch Spazianis Worte beschrieben werden, verkörpert von Sylvia De Fanti. Ein himmlischer Abakus, der größtenteils aus dem Wissen besteht, dass die Tage seines Lebens bald enden würden, „wie an einem Strand, der das Leben von dem trennt, was kein Leben ist“.